Was zuletzt geschah
Der 3. Adventssonntag ist mittlerweile reserviert für ein gemeinschaftliches weihnachtliches Singen in unserer Kirche in Milow. An der Orgel begleitet von Dietlind- Maria Stropahl, gaben wir uns ganz der vorweihnachtlichen Stimmung die uns das Liedgut, die Atmosphäre in der Kirche, der Duft von Glühwein, Kinderpunsch und Quarkbällchen schenkte, hin. Gewiss, es hätte voller sein können in unserer Kirche aber so hatten wir alle mehr von den vielen mitgebrachten Leckerein, die uns im Anschluss zu einem geselligen Miteinander einluden und länger und länger verweilen ließen.
Mascha Kaléko starb vor 50 Jahren in ihrem Schweizer Exil. Ihre Geschichten, ihre zeitlos schönen Gedichte, ihre Briefe und Reportagen berühren und inspirieren uns aber auch heute noch. "Sanft und satirisch, einfühlsam und spitz zugleich. Das ist der Kaléko-Sound, der sich durch ihr ganzes Werk zieht" (NDR Kultur). Friederike Ziegler, musikalisch begleitet von Dietlind- Maria Stropahl, brachte uns diesen Sound in unseren blauen Salon ins LeuteHaus. Trotz oder wegen eines kleinen stimmlichen Handicaps, die Stimme war wegen einer abklingenden Erkältung etwas angeschlagen, war der Friederike Sound besonders. Er fing uns ein und begleitete uns durch diesen feinfühligen Sonntagnachmittag. Ein volles Haus mit sehr glücklichen Gästen, die sich in der Pause und im Anschluss bei einem Glas Wein oder Sekt oder Wasser oder ... angeregt unterhielten, mit den Künstlern ins Gespräch kamen, oder sich austauschten, erfüllte uns mit Freude und Dankbarkeit. Dankbarkeit an Friederike Ziegler und Dietlind- Maria Stropahl- die den Weg zu uns gefunden haben und Freude und Dankbarkeit an unsere Besucher, die dieses Angebot so zahlreich angenommen haben und uns gezeigt haben, dass Kultur und Kunst auch in unserer dünnbesiedelten Gegend, immer gern gesehen sind.
Alljährlich treffen sich die Freunde des goldenen Herbstes zum genussvollen Pressen edler Früchte und zum kunstvollen Schnitzen reifer Kürbisse. Wie immer öffnete die Familie Zunke/ Föllmer ihre Pforten am Sonntag vor Halloween und bot uns ihre großzügigen Räume in Werkstadt, Stall und Hofküche an. Mehrere Generationen Uckerländer (mindestens drei ) kamen zusammen um gemeinsam an alten und nicht ganz so alten Spindelpressen den goldenen Saft zu gewinnen bzw. mit Schnitzwerkzeug bewaffnet, das Halloweenfest vorzubereiten, Kürbissuppe zu kochen oder um sich einfach zu treffen. Endlich gab es mal wieder eine Gelegenheit zusammenzukommen. Begrüßt und als gute Nachbarn willkommen geheißen wurden auch unsere Neu-Milower, die Familie Musev. Es war ein sehr glücklicher Nachmittag der uns sehr viel positive Energie für die dunkle Jahreszeit gegeben hatte. Der Dorfverein Milow e.V. und wir sind sehr dankbar für diesen schönen Tag.
Wenn man das Leben feiern will. Wenn man Erlebnisse nicht nur teilen sondern gemeinsam machen und genießen möchte. Wenn der Weg das Ziel und das Ziel eine Herausforderung ist, die groß oder klein, uns Einiges abverlangt. Dann ist man richtig gewesen beim 6. Uckerländer Schmetterling! Dem über Stock und Stein- (Halb-) Halbmarathon. Zusammen gegen Einsamkeit, zusammen in Gemeinsamkeit, egal ob klein oder groß, jung oder alt, draußen in der schönen Natur. Wir hatten einen Sonntag mit blauem Himmel, Sonnenschein, vielen helfenden Menschen, neuen Bekanntschaften, Freude, Freunden, guter Musik, guter Energie und ohne Enttäuschungen. Was einmal aus der Not (2020 zwischen zwei Lockdowns) geboren wurde, etabliert sich so langsam zum Ganztags- Happening im September. Wenn's nach uns geht auch 2026 wieder. Vielleicht dann (noch) ein wenig besser organisiert, wobei alle den Charme unserer improvisierten Durchführung offenbar durchaus zu schätzen wissen. Wir möchten uns bei allen helfenden Händen, Köpfen und Füssen, die zum gelingen erheblich beigetragen haben, aufs Herzlichste bedanken. Bei Daniela, die wieder unermüdlich Brötchen schmierte und uns kulinarisch versorgte, bei Rainer, der an den Versorgungsstützpunkten heldenhaft ausharrte, um die nötigen Erfrischungen und Stärkungen bereitzuhalten, bis auch die letzten Teilnehmer passierten, bei Karl, der sich um die Technik kümmerte, bei der Band um Bruno Fidelis, die einmal Klänge ins Uckerland gewebt haben, die etwas abseits vom Schlager und Technorhythmus die Hörnerven kitzelte, bei allen Mitgliedern des LeuteHauses, die gekocht, die Zeit genommen, die Strecke markiert und die Werbetrommel rührten , die den Zielbereich zur Wohlfühl- Oase verwandelt haben.
Diese Veranstaltung war Teil der Aktion "Aktiv gegen Einsamkeit in der Uckermark" und wurde gefördert von der Partnerschaft für Demokratie Uckermark im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Voller Freude und Dankbarkeit hatten wir das Angebot des Schöneicher Chores "Audite", im Zuge ihrer diesjährigen Chorfahrt zwei Konzerte in unserer Gemeinde zu geben, angenommen. Zusammen mit dem evangelischen Pfarramt Schönwerder, der Nordkirche und dem Verein "Altes Pfarrhaus Jagow e.V." konnten wir zwei schöne Kirchen (die Dorfkirche in Jagow und die Feldsteinkirche in Milow) zum Klingen bringen und den Pfarrgarten in Jagow für eine gesellige "Aftershow" :-) mit Kaffee, Tee und viel frisch gebackenem Kuchen füllen. Es war ein sommerliches Wochenende in der Ferienzeit und die Konzerte hätten gewiss etwas mehr Publikum verdient gehabt, aber für jeden, der an dem einen oder anderen oder sogar an beiden Tagen dabei gewesen ist, war es ein berührender, wunderschöner sowie lustiger und befreiender Ausflug in die Welt des internationalen Liedguts. Das Repertoire erstreckte sich über irische, schottische, deutsche, spanische, schwedische und polnische Weisen, einstudiert und zum Teil arrangiert von Dietlind-Maria Stropahl, gesanglich und tänzerisch vorgetragen durch den Chor. Es wurden heitere, besinnliche und auch nachdenkliche Texte gelesen oder frei vorgetragen. So waren es zwei Tage des Entdeckens. Ein ehrliches herzliches Dankeschön so einiger Besucher, ausgesprochen an uns im Anschluss an die Konzerte, hat uns die Besonderheit dieser Begegnungen noch einmal vor Augen geführt. Vielen Dank an den Chor "Audite" und an Dietlind-Maria Stropahl und an alle, die zum Gelingen beitgetragen haben.
Am Sonntag, den 20.07.2025 fand er statt, der Start unseres Kinos im LeuteHaus im blauen Salon. Der Rollstuhlgerechte Ausbau hat es ermöglicht, dass auch Zuschauer mit Rollstuhl eigenständig am Kinonachmittag teilnehmen konnten. Der preisgekrönte Dokumentarfilm " Auf der Jagd- wem gehört die Natur" wurde im Beisein der Filmemacherin/ Regisseurin Alice Agneskirchner und einem der Kameramänner, Johannes Imdahl, gezeigt. Im Anschluss gab es ein angeregtes Gespräch mit den Beiden über das Filmemachen, die Jagd, die Natur und unsere Rolle in ihr. Alice konnte sehr informativ Auskunft geben über die Entstehung des Films, die Schwierigkeiten der Realisierung und über das deutsche Jagdwesen. Obwohl es ein sonniger Sonntagnachmittag mit 28 Grad im Schatten war, fand doch der/die ein oder andere den Weg in unser Kino um sich von den Bildern und der Thematik einfangen zu lassen.
Am Sonntag, den 11.05.2025, fand sie statt, "die Lesung", mit Ilko-Sascha Kowalczuk. Die erste Veranstaltung dieser Art in unserem LeuteHaus im fertiggestellten blauen Salon. Es ist schön und immer wieder fazinierend zu erleben, wer und wieviele Menschen sich in unserer weitläufigen Uckermark, unserem Uckerland und unserer Region, an einem Sonntagnachmittag auf den Weg machen, um teilzunehmen und teilzuhaben an Veranstaltungen, die etwas abseits des ländlichen Mainstreams stattfinden. Wer hierher gekommen war, wollte nicht nur den Worten, Gedanken, Erläuterungen und Erklärungen von Ilko-Sascha Kowalczuk lauschen, sondern sich auch einbringen, diskutieren und eigene Gedanken äußern. Ilko- Sascha Kowalczuk sezierte und analysierte, erklärte und verknüpfte geschichtliche Ereignisse, gesellschaftliche Situationen, Strukturen, Vergangenheit und Gegenwart um uns den Zustand in der Welt und aber auch im besonderen in Deutschland und noch besonders in den neuen Bundesländern näherzubringen, aus seiner Sicht. Eine Sicht die aus der Korellation der Draufsicht eines Historikers und der eigene Erlebenszeit entstanden ist. Gelesen wurde nur sehr wenig. Geredet, gelauscht und gelernt sehr viel. Ich glaube mich der Meinung einiger hier anschließen zu müssen. "Der Input war so groß, es wird wohl noch eine Weile sacken müssen und uns die nächsten Tage beschäftigen. Ein Fazit der "Lesung": "Fördert die Zivilgesellschaft, setzt Euch ein für Eure Interessen, werdet oder bleibt aktiv, engagiert Euch im Ehrenamt, in Vereinen, im öffentlichen Leben, in Parteien, vernetzt Euch, auf dass Ihr mitentscheidet. Mitentscheiden bedeutet Demokratie leben." Wir bedanken uns bei Ilko-Sascha Kowalczuk, der den Weg zu uns auf sich genommen hat ( Pro Bono ) und seinem Freund und Fahrer, der ihn zu uns gebracht und sicher wieder nach Hause gefahren hat.
